Hochschulfinanzierung: Auskömmlich und zukunftsfähig? Ein Beitrag zur Analyse des Strukturwandels der Hochschulfinanzierung in Deutschland

Zwischen den Jahren 2006 und 2015 wuchs die Anzahl der Studierenden in Deutschland von 1,979 auf 2,757 Millionen, d.h. um 39 Prozent. Obwohl diese Entwicklung ausdrücklich politisch gewollt war und noch immer ist, hielt die finanzielle Ausstattung der Hochschulen mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Zwar korrespondierte der Anstieg verfügbarer Mittel im fraglichen Zeitpunkt in absoluten Zahlen in etwa mit dem der Studierendenzahl, bereinigt um die zwischenzeitlichen Tarifsteigerungen wurde die finanzielle Ausstattung der deutschen Hochschulen allerdings lediglich um 23 Prozent angehoben. Die finanzielle Ausstattung der Hochschulen hat dementsprechend nicht mit dem Anwachsen der Studierendenzahl Schritt gehalten. Hinzu kommen außerdem die sich verändernden Strukturen der Finanzierung, die den Hochschulen vermehrt zeitlich befristete Mittel in Aussicht stellten. Der Bedeutungszuwachs der zeitlich befristeten Mittel am Haushalt der Hochschulen ist nicht zu übersehen.

Im Rahmen des Vortrags wird die Studie zum „Strukturwandel der Hochschulfinanzierung in Deutschland“ kurz vorgestellt und in den hochschulpolitischen Diskurs eingebettet. Anschließend wird eine Einordnung der Situation vorgenommen, welche die Folgen des Strukturwandels der Hochschulfinanzierung auf unterschiedliche Fächergruppen zeigt. Um die Heterogenität des Umgangs mit sowie die Folgen des Strukturwandels herausstellen zu können, werden exemplarisch die Geisteswissenschaften und die Ingenieurswissenschaften zur Veranschaulichung herangezogen.

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