Klimawandelfolgen in der regionalen russischen Presse (1990er-2020er)

Während Russland seit den 1990er Jahren eher im Schatten der internationalen Klimadiplomatie steht, ist seine Bedeutung für das Weltklima unüberschätzbar. Dies hängt mit natürlichen Gegebenheiten zusammen. Russlands riesiges Territorium beherbergt nicht nur einen grossen Rohstoffreichtum, sondern umschliesst auch die grösste Permafrost- und die grösste Waldfläche der Welt. Derweil geht der Klimawandel besonders im Norden und Osten Russlands seit Jahren deutlich schneller vonstatten als im globalen Massstab. Welche Sichtweisen, Ängste und Hoffnungen verbanden und verbinden sich damit in der russischen Öffentlichkeit und Bevölkerung? Wie haben sich diese gegenwärtigen Bestandsaufnahmen und zukünftigen Erwartungen in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Der Vortrag geht diesen Fragen anhand von Artikeln aus regionalen Print- und Internetmedien von den 1990er Jahren bis zur Gegenwart nach. Der Fokus liegt dabei auf Medien aus fernöstlichen und sibirischen Städten, in denen die Erwärmung besonders rasch voranschreitet. Inwieweit sich mit den hierdurch bedingten Naturveränderungen auch die Bewertung zukünftigen weiteren Klimawandels verändert, wird zu analysieren sein.

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